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Frank Wörndl

Frank Wörndl ist einer der erfolgreichsten deutschen Skirennläufer, heute Fernsehkommentator bei ZDF und Eurosport.
Mit ganzer Leidenschaft hat er sich einen lange gehegten Traum erfüllt:
Von den „Brettln im Schnee“ führt sein Weg auf die Bühnen.

Mit seinem Debutalbum „Auf geht‘s“ hat er den Grundstein gelegt, um 2012 richtig durchzustarten.

Frank als Person:
1987 wurde er Weltmeister im Slalom, bei den darauffolgenden Olympischen Spielen 1988 konnte er an den Erfolg anknüpfen und holte Silber im Slalom von Calgary.

Heute kommentiert er den Skisport auf Eurosport und ist das Aushängeschild der Marken „ Bogner und Völkl “.
So genießt der charismatische Sportler immer noch Prominenten-Status in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

11 Fragen an Frank Wörndl:

Frank, 1987 Weltmeister im Slalom, 1988 Silbermedaillengewinner bei Olympia. Was machst Du heute?
Heute lebe ich in Sonthofen im Allgäu. Ich bin viel unterwegs als Repräsentant für die Fima Völkl. Dazu habe ich in Sonthofen ein eigenes Fitnessstudio. Außerdem kommentiere ich die Skirennen bei Eurosport. Für Bogner fahre ich die Ski-Stunts und bin so im Winter ausgiebig im Pulverschnee auf der ganzen Welt unterwegs.

2012 kommt dein Debutalbum "Wieder frei" auf den Markt. Wie kommst Du von der Piste zur Musik?
Wie die Jungfrau zum Kind (lacht) oder so ähnlich. Über meinen guten Freund Lothar Matthäus lernte ich auf einer Reise nach Ghana den Musikproduzenten Werner Hochreiter kennen. Ich erzählte ihm von meiner Leidenschaft für die Musik und dass ich schon lange mit Enthusiasmus gesungen habe. Einige Monate später ist er auf mich zugekommen mit der Idee, aus meiner Leidenschaft mehr zu machen. Gerade zu dem Zeitpunkt hatte Christian Neureuther seinen 60. Geburtstag und ich wollte ihm etwas ganz besonderes schenken. Eines kam zum anderen und das perfekte Präsent war gefunden: Einen eigener Song zu Christians Geburtstag.
Die Arbeit daran war super. Wir haben schnell gemerkt, dass wir einfach mehr draus machen wollten. Der Song ist übrigens auf dem Album auch drauf (Alles Gute).

Wie war denn die Resonanz bei den ersten Zuhörern?
Die war super positiv, ich war richtig überwältigt. Alle haben sofort eingestimmt und waren voll dabei. Das hat mich natürlich bestärkt darin, das Album zu machen. Das ist ja keine Angelegenheit von wenigen Tagen, wir haben fast zwei Jahre dran geschrieben und gefeilt, bis wir zufrieden waren.

Welchen Stellenwert hat denn die Musik in Deinem Leben?
Musik ist für mich ganz wichtig. Wenn die richtige Platte läuft, hebt das sofort die Stimmung. Und genau das will ich mit meiner Musik ja auch erreichen. Und bei den Frauen kommen die langhaarigen Sänger bekanntlich ja auch am besten an (lacht).


Wie würdest Du denn Deine Musik beschreiben?
Rockig, sorgt für gute Stimmung, zum Mitsingen und zum manchmal auch Schmunzeln. Eine gelungene Mischung eben. Sollte auf keiner Party fehlen (Augenzwinkern).

Welche Musik hörst Du denn privat?
Zu Hause oder im Auto höre ich gerne Rock von den "Stones" und Co. Ansonsten mag ich Reggae auch gerne. Und ich versuche, meine Favoriten auch in meine Musik einfließen zu lassen. Was aber manchmal ein hartes Stück Arbeit ist, das Produzententeam vom Jamaika-Feeling zu überzeugen.

Ein Skifahrer wird Musiker. Siehst du da die berühmte Parallele?
Da muss man ja auch nicht lange suchen (lacht). Wenngleich Hansi Hinterseer und ich doch musikalisch in verschiedene Richtungen gehen. Für mich gilt, wie schon früher, "Rock'n'Roll". Das Attribut würde man Hansi ja nicht unbedingt geben.
Dennoch muss man sagen, dass Hansi und ich schon lange gut befreundet sind. Als die BILD-Zeitung gleich bei der ersten Vorstellung der Single den Konflikt geschürt hat mit der Schlagzeile "Wörndl fordert Hinterseer heraus", konnten wir beide gut drüber schmunzeln.

Im November startest Du mit der Debutsingle "Auf geht's". Was ist geplant in diesem Winter?
Im November kommt die Single. Dann soll es richtig los gehen. Etliche Aufritte sind schon im Kasten und auch im Fernsehen werde ich öfter zu sehen sein. Die Musik ist für mich eine absolut ernsthafte Angelegenheit, eine Herzensangelegenheit. Ich will nicht der "singende Skiweltmeister" sein, lieber der "Party-Rocker", der früher auch ganz erfolgreich auf der Piste unterwegs war.

Wo soll denn die Karriere auf der Bühne hingehen? Welche Ziele hat Du Dir gesteckt?
Auf jeden Fall will ich voll durchstarten. Halbe Sachen gab es für mich schon als Skirennfahrer nicht. Wenn ich eine Sache anpacke, dann mit "Haut und Haaren".
So betreibe ich auch die Musik auch mit vollem Engagement, Herz und Leidenschaft. Und die wird meine Band und ich auch auf die Bühne bringen.
Ist es für Dich ein besonderes Gefühl, vor vielen Menschen live aufzutreten? Hast Du Lampenfieber?
Das Lampenfieber hält sich in Grenzen, zumindest bis kurz vor dem Auftritt. Vor Publikum zu reden bin ich ja gewohnt von meiner Tätigkeit als Kommentator und Ski-Experte fürs ZDF und für Eurosport. Die Musik war für mich am Anfang natürlich absolutes Neuland. Aber das Mikrofon und ich haben uns inzwischen angefreundet. Jetzt ist es einfach nur ein super Gefühl, wenn den Leuten die Musik gefällt und sie auf die Songs tanzen, klatschen und mitsingen.

Wenn Du drei Dinge auf die berühmte "einsame Insel" mitnehmen könntest, welche wären das?
Auf alle Fälle zuallererst meine Freundin Pauline, sonst gäb das bei der Rückkehr ordentlich Ärger (lacht). Dann meine alte Kaffeemühle. Die funktioniert ganz ohne Elektronik und Schnickschnack. Mit dem Duft von frischem Kaffee kann man gleich viel entspannter in den Tag starten. Und der dritte Gegenstand ist ein Plattenspieler mit "Can't get no satisfaction" von den "Stones". Damit könnte ich es schon ein paar Tage aushalten. Zumindest bis der Winter wieder kommt....