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David Knopfler

Diese Stimme! Sie klingt nicht nur markant und besitzt extrem hohen Wiedererkennungswert, sondern zieht Zuhörer auch sofort in ihren Bann und weckt Assoziationen. Darum wird wohl fast jeder bei Liedern der CD Songs For The Siren als erstes auf die "Dire Straits" als Interpret tippen.

Fast richtig. Den vorliegenden Silberling hat allerdings David Knopfler eingespielt! Er ist der jüngere Bruder von Mark Knopfler und wie dieser Gründungsmitglied des legendären Quartetts. Auf seinem mittlerweile elften Solo-Opus seit 1983 präsentiert sich der gebürtige Glasgower jedoch als eigenständiger Künstler.

Während Mark sich primär in Country-Gefilden tummelt, versteht es David als Singer / Songwriter geschickt, die einst für die Dire Straits typischen Stilelemente in einen individuellen, transparent-modernen Sound einfließen zu lassen.

So zeichnen sein aktuelles Album jene Zutaten aus, die laut „Rock Lexikon“ für die Straits in ihren Anfangstagen galten: „In einem Bob Dylan-ähnlichen Sprechgesang dahingemurmelte Vocals, sparsame Gitarrensoli, sacht federnder Druck von der Rhythmusgruppe und eher angedeutete als ausgeführte Melodien“. Für David Knopflers Sammlung filigraner Balladen und lässiger Midtempo-Stücke gilt: Diese sehr persönliche Musik rockt nicht, sondern rollt!

Einem internationalen Publikum wurde David Knopfler (*27.12.1952) als Rhythmusgitarrist der 1977 gegründeten Dire Straits bekannt. Nach den Longplayern Dire Straits und Communiqué verließ der ehemalige Sozialarbeiter im Juli 1982 die international megaerfolgreiche Formation, da er sie lieber als Kultband für eine kleine Fangemeinde in entsprechender Umgebung gesehen hätte. Seitdem macht David Knopfler (Gesang, Gitarre, Piano) unter eigenem Namen Musik. Es fällt auf, dass der Fan von Randy Newman, Joni Mitchell und Lowell George (Little Feat) jenes besondere intime Flair, das den Straits-Sound einst auszeichnete, in seinen semiakustischen Kompositionen einfühlsam wiederaufleben lässt. Bei der Einspielung von Songs For The Siren konnte David Knopfler dabei einmal mehr auf die Hilfe seines langjährigen Freundes, des Gitarristen Harry Bogdanovs (Westernhagen) sowie auf Tony Carey (Ex-Ritchie Blackmore’s Rainbow, Planet P Project, Peter Maffay/“Tabaluga“) zählen.

Der kalifornische Tastenspezialist und Gitarrist („Room With A View“) produzierte das Album auch mit ihm zusammen. Außerdem im Studio: Geoff Dugmore, einer der meistbeschäftigen Session-Schlagzeuger Englands (Robbie Williams, Tina Turner, Rod Stewart, Dido), und der Flensburger Saxophonist Johnny Möller.

Von den elf betont atmosphärischen Kompositionen kommentiert David Knopfler spontan sechs: „Das rockige „Steel Wheels“ zum Auftakt und „Smile And Say Okay“ zum Ausklang der CD dreht sich textlich um zwei Figuren der griechischen Mythologie (Narziss & Echo) mit von mir vertauschten Rollen. „Fire Down Below“, das auf einer Zwölfsaitigen gespielt wird, hat emotionalen Verlust zum Thema. Zu „Sophie’s Song“ inspirierten mich Tarotkarten. „Somebody Kind“ ist eine Rückkehr zu meinen Dire-Straits-Wurzeln, aber in einem Tex/Mex-Groove. Das Liebeslied „Accidents Don’t Just Happen“ basiert auf einem Poem, das im Gedichtband „Blood Stones and Rhythmic Beasts“ (Blackwing Books) veröffentlicht wurde, mit dem ich 2005 als Autor debütierte“.

Im Herbst 2011 und Frühjahr 2012 wird der unter anderem bei „Amnesty International“ und „Adopt A Minefield“ sozial sehr engagierte Künstler die semiakustischen Songs der neuesten CD sowie Lieder seiner vorangegangenen Tonträger live in Deutschland präsentieren. Dann werden einige Konzertbesucher vielleicht jenem Journalisten zustimmen, der über David Knopflers Sound folgendes schrieb: "Es ist die Musik, die sein Bruder Mark immer hätte machen wollen!"

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